People are strange

People are strange

Seltsame Tage im November und seltsame Geschichten. Totensonntag und auch die Bilder sind schon wieder Vergangenheit und gestorben. Warum fotografiere ich? Mit jedem Klicken stirbt ein Moment, den ich nicht gesehen habe. Verschenkte Zeit, die man doch nicht festhalten konnte. Nur traurige und hilflose Gesten und daneben das Nichts, das die Hand ausstreckt. Gespräche wirken lächerlich im Angesicht all dieser Größe und Unmenschlichkeit, aber einen Versuch ist es ja schließlich wert. Es ist nichts zu gewinnen und es ist nichts zu verlieren, nur Mitleid oder Sympathie, oder wie auch immer man es nennen will. Und im Kopf immer noch das letzte Bier und tanzende Russen und betrunkene Mädchen. Herr Doktor, sie hat so viel Zahn verloren, wird sie es schaffen? Nichts macht Sinn, aber wir versuchen alle zu überleben.


Strange days in November and strange stories. Sunday in commemoration of the dead (last Sunday before Advent) and the pictures, too, are already past again and dead. Why do I take photos? With every click, a moment I haven’t seen, dies. Wasted time that you couldn’t hold. Only sad and helpless gestures and, next to it, nothingness reaching out its hand. Conversations seem ridiculous in view of all this magnitude and inhumanity, but it was worth the try after all. There is nothing to win and nothing to lose, only pity or sympathy, or however you wanna call it. And the last beer still in the head and dancing Russians and drunk girls. Doctor, she has lost so much tooth, will she get through? Nothing makes sense, but we all try to survive.